Diagnose

Wir empfehlen eine Diagnose, wenn trotz schulischer Förderung und intensiven Übens in einem oder auch in mehreren Fächern keine Verbesserung der Noten und auch keine Veränderung der Lernentwicklung und des Verständnisses festzustellen sind.

Besonders wachsam sollten Eltern und Lehrer sein, wenn die schulischen Lernprobleme nur in einem Fach bestehen, während andere Fächer nicht betroffen sind: Wenn etwa ein Grundschulkind im Deutschunterricht sicher liest und schreibt, im Fach Mathematik dagegen große Probleme hat. Sehr häufig bestehen diese Schwierigkeiten seit Beginn der Schulzeit. So eine Lernsituation ist häufig sehr irritierend und für alle Beteiligten frustrierend und demotivierend, weil die Unterstützung und zusätzliches Üben mit den Eltern keine Früchte trägt.

Eine Diagnose ist sinnvoll,

  • weil nur so den Lernproblemen auf den Grund gegangen werden kann. Durch spezielle Tests kann herausgefunden werden, worin die Ursachen für die ausbleibenden Lernerfolge liegen.
  • weil nur so, im Falle einer Teilleistungsstörung, die Möglichkeit besteht, durch eine gezielte Förderung in Form einer integrativen Lerntherapie das Kind wirkungsvoll zu unterstützen.
  • weil nur so die Voraussetzung gegeben ist, etwa bei der Feststellung einer Teilleistungsstörung, durch Notenbefreiung bzw. verschiedene Formen des Nachteilsausgleichs für den Schüler in der Schule eine Entlastung zu erreichen.
  • weil nur so, im Falle einer Teilleistungsstörung, eine lerntherapeutische Förderung über das Jugendamt beantragt werden kann.

Wir setzen in der Diagnose standardisierte Tests zur Erfassung

  • der Intelligenz
  • der Aufmerksamkeit
  • des Lesens
  • der Rechtschreibung
  • der Rechenfähigkeiten

ein.

Zusätzlich steht uns ein selbst entwickelter Fragenkatalog zur Verfügung, der uns neben Aussagen über eine bereits entwickelte Misserfolgsorientierung auch Informationen über die Aufmerksamkeit, Ausdauer und Anstrengungsbereitschaft des Schülers geben kann.

Zu einer Diagnose im lehrreich gehören

  • ein ausführliches Erstgespräch, in dem die Fragestellung für die Diagnostik formuliert wird.
  • eine für den Schüler entspannte und möglichst belastungsfreie Durchführung der Diagnose (Dauer 2 Stunden)
  • ein beratendes Auswertungsgespräch mit den Eltern
  • eine ausführliche schriftliche Auswertung
  • bei Bedarf Kontakt mit der Schule